Smartphones für die mobile Datenerfassung im Outdoor-Einsatz in der Logistik oder in anspruchsvoller Industrieumgebung? Kostengünstige Consumer Devices stehen schnell vor den Herausforderungen des harten Alltags im rugged Einsatz. Lesen Sie einen (fiktiven) Erfahrungsbericht mit Faktencheck.

Aus dem Tagebuch eines Smartphone-Nutzers:

Tag 1: "Heute haben wir endlich die ersten Knochen durch moderne Technik von heute ersetzt. Jetzt wird alles besser!“

Tag 3: "Warum haben wir das nicht früher gemacht? Das Feedback der Mitarbeiter ist großartig – keine Umhänge-Holster mehr, die Smartphones steckt man sich einfach in die Hosentasche.

Fakt: Rugged Handhelds haben größere Abmaße als handelsübliche Smartphones. Das liegt in erster Linie am robusten Design, das in Tests zahlreiche Stürze auf Betonboden wegsteckt und auch oft spritzwassergeschützt ist.

Tag 7: "Mehrfach hatten die Akkus der Geräte nicht den ganzen Tag durchgehalten, wir statten jeden Anwender daher jetzt mit einem Kfz-Ladekabel aus.

Fakt: Mobile Computer für Logistik und Industrie sind mit leistungsstarken Akkus ausgestattet, die eine Nutzung von > 8 Stunden erlauben und damit für den Dauereinsatz geeignet sind.

Tag 30: "Erste Rechnung unseres Mobilfunkanbieters. Wir müssen kurz schlucken, haben die Erklärung aber schnell parat: Für Google Maps und privat installierte Apps wie Facebook wird zusätzliches Datenvolumen verbraucht, das wir bisher nicht benötigten.

Fakt: In Logistik und Industrie genutzte Handhelds verfügen ausschließlich über Software und Funktionen, die für die jeweilige Anwendung benötigt werden. Dieser restriktive Ansatz beugt Missbrauch vor. Der Datenaustausch über Mobilfunk wurde vorab vom Serviceanbieter kalkuliert und wird pauschal – ohne Überraschungen – abgerechnet.

Tag 60: "Wir haben keine Ersatzgeräte mehr. Nahezu jedes Mal, wenn eines dieser Smartphones zu Boden fiel, ging das Display zu Bruch. Die Reparatur wird vom Hersteller zentral im Nirgendwo gemanaged und dauert ewig!

Fakt: Mit dem richtigen Service-Konzept sind Austauschgeräte innerhalb von 24 Stunden verfügbar. Ausfallzeiten gehen gegen Null, weshalb die Servicekosten schnell amortisiert werden.

Tag 100: "Eine Hackergruppe hat sensible Unternehmensdaten von den Geräten geraubt. Man droht mit Veröffentlichung, sofern wir uns nicht finanziell erkenntlich zeigen.

Fakt: Der restriktive Ansatz der mobilen Computer mit ihrer proprietären Software macht den Zugriff unbefugter Dritter auf das Gerät und die erfassten Daten nahezu unmöglich. Entsprechende Sicherheitsfunktionen sind bereits vorinstalliert und werden – bei Bedarf – per Remote Software Update aktualisiert.

Tag 150: "Der Herbst ist da, den ganzen Tag regnet es in Strömen – manche Geräte quittieren den Dienst. Was sollen wir machen? Den Kunden zurufen, sie sollen doch raus ans Auto kommen?

Fakt: Dem robusten Design von rugged Handhelds können weder Stürze, noch Staub, noch Spritzwasser etwas anhaben.

Tag 200: "Bei der Inventur stellen wir fest, dass wir zahlreiche Geräte vermissen. War gar nicht so einfach, bei den vielen Reparaturen und Austauschen den Überblick zu behalten! Offensichtlich finden einige unserer Mitarbeiter alternative Verwendungszwecke für unsere Geräte. Wir entscheiden uns für die Anschaffung eines Mobile Device Management.

Fakt: Ein Mobile Devices Management (MDM) System wird im professionellen Umfeld vom ersten Tag weg genutzt. Dadurch hat das Unternehmen stets den Überblick über Nutzer, die von ihnen eingesetzten Geräte und auch Handhelds, die gerade defekt und in Reparatur sind.

Tag 220: "Der Winter hat Deutschland im Griff. Seit die Kollegen über Kfz-Ladekabel verfügen, lassen sie das Smartphone über Nacht häufig im Auto. Morgens benötigen sie dann einige Minuten, bis die Displays von der Heizung wieder aufgeweckt wurden.

Fakt: Rugged Handhelds sind in der Regel für einen Temperaturbereich von - 20 bis + 50 Grad Celsius ausgelegt. Minusgrade als auch eine vorübergehende Erhitzung im Sommer beeinträchtigt ihre Funktionsfähigkeit nicht.

Tag 250: "Es gibt kein Gerät in der Flotte, das seit Rollout nicht mindestens einmal zur Reparatur eingeschickt wurde. Die Betriebskosten dieser Gerätegeneration übersteigt unsere Erwartungen um ein Vielfaches.

Fakt: Eine kostengünstige Lösung kann nur auf Basis einer kombinierten Betrachtung der Anschaffungs-, Betriebs-, Wartungs- und Schulungskosten bestimmt werden.

Tag 300: "Wir bekommen keine Ersatzgeräte mehr, da der Hersteller eine neue Gerätegeneration vorgestellt hat – wie jedes Jahr. Für den Nachfolger passen unsere Zubehörteile wie Ladeschalen jedoch nicht mehr.

Fakt: Mobile Computer für den rugged Einsatz haben Laufzeiten von mehreren Jahren, was den Einsatz und die Ersetzbarkeit über durchschnittlich 7 Jahre sichert. Die Anbieter von rugged Handhelds bauen bei Neuentwicklungen auf die vorhergehenden Generationen auf, so dass Zubehör auch generationenübergreifend wiederverwendet werden kann.

Tag 301: "Die Unternehmensleitung beschließt die Rückkehr zu rugged Devices zum nächstmöglichen Zeitpunkt und hakt den Ausflug in die Consumer-Welt als Fehlversuch ab.

 

Fazit: Für den professionellen, anspruchsvollen Einsatz sind handelsübliche Smartphones nur bedingt geeignet. Die Vorteile kurzzeitig „moderner“ mobiler Geräte – intuitive Nutzung, aktuelles Design, günstigere Erstinvestition – treten bereits nach kurzer Nutzungsdauer in den Hintergrund.

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